Frankfurt/Main - Pünktlich vor Ablauf der Abgabefrist am Donnerstag um 15:30 Uhr haben alle 36 Profi-Clubs ihre Lizenzanträge bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main eingereicht. Für die Vereine beginnt nun das bange Warten, ob sie die Spielgenehmigung für die kommende Saison uneingeschränkt oder mit Auflagen erhalten. Diejenigen Vereine, die sich planerisch auch auf den Abstieg aus der Ersten oder den Aufstieg aus der Zweiten Liga vorbereiten, haben noch bis bis zum 1. April Zeit, die entsprechenden Unterlagen für die jeweils andere Spieklasse abzugeben.

"Es bleibt abzuwarten, ob das Tabellenbild einige Clubs zu hoffnungs- oder sorgenvoller eiliger Nacharbeit veranlassen wird", sagte Finanz-Geschäftsführer Christian Müller, der den Vereinen die Bescheide über die Erst-Entscheidung für Ende April in Aussicht stellte. Dann bleibt ihnen wiederum eine Woche, um Beschwerde einzulegen oder aber noch ausstehende Unterlagen einzureichen.

Lizenzierungsverfahren Mitte Juni abgeschlossen

Dabei kann es sich beispielsweise um neu abgeschlossene Verträge handeln. Spätestens Anfang Mai soll jeder Club Gewissheit darüber haben, ob er die Lizenz mit Sicherheit erhält oder etwa mit Auflagen. Endgültig abgeschlossen ist das Lizenzierungsverfahren, das vor allem die Prüfung der Liquidität der Clubs beinhaltet, damit der Spielbetrieb in der jeweils kommenden Saison gewährleistet ist, am 15. Juni. Dann werden die lizenzierten Vereine der Europäischen Fußball-Union (Uefa) gemeldet.

In der kommenden Saison wird es erstmals die so genannte "Lizenzierungsnachschau" geben. Betroffen werden davon die finanziell schwächeren Vereine sein, die im Frühjahr ihre Lizenz mit einer Auflage erhalten. "Eine notwendige Maßnahme, wenn man sieht, dass manche Clubs, die hinter den sportlichen Erwartungen zurückbleiben, erhebliche Verpflichtungen für neue Spieler eingehen", sagte Müller.

Auf Grundlage aktualisierter Planrechnungen müssen die betroffenen Clubs nachweisen, dass die Liquidität bis zum Saisonende tatsächlich gewährleistet ist. Gelingt dies nicht, können Sanktionen bis hin zu einem Punktabzug während der laufenden Saison verhängt werden. Nur Geld, das wirklich zur Verfügung stehe, dürfe zur Steigerung des personellen Potenzials eingesetzt werden. "Wir schützen damit die Interessen derjenigen Clubs, die ihren finanziellen Spielraum einhalten", sagte Müller. (tso/dpa)

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