Hamburg - Beim Sturmtief "Orkun" wurden Orkanböen bis rund 90 Kilometer pro Stunde gemessen. Größere Schäden wurden nicht verursacht, der Deutsche Wetterdienst hob alle bestehenden Unwetterwarnungen wieder auf. Im Süden Deutschlands führten Schneefälle und glatte Straßen zu Verkehrsbehinderungen und kleineren Unfällen.

Das Hochwasser erreichte in Hamburg einen Stand von 2,5 Metern über dem mittleren Hochwasser. Der Hamburger Fischmarkt wurde überflutet, die Anwohner wurden nach Polizeiangaben jedoch rechtzeitig aufgefordert, ihre Autos in Sicherheit zu bringen.

Wegen des Elb-Hochwassers blieb ein Container-Leichter stundenlang unter der Norderelbbrücke stecken. Nach Polizeiangaben wurde der Fahrerstand des Leichters dabei beschädigt. Die Autobahn 255, die über die Brücke führt, war für mehrere Stunden bis zum frühen Morgen gesperrt. Der Leichter, ein antriebsloser, schwimmender Großbehälter konnte erst wieder angeschoben werden, als das Elbwasser sank.

Rund 100 Passagiere mussten am Sonntagabend in Harlesiel (Niedersachsen) mit einem Gabelstapler von Bord der Wangerooge-Fähre geholt werden. Nach Angaben der Polizei war das Hochwasser höher als angekündigt, so dass der Anleger unter Wasser stand. (tso/dpa)

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