Frankfurt/Main - "Das wäre in der Tat der gerechteste Ansatz", sagte Leyen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Krippen und Tagesmütternetze seien eine Grundvoraussetzung dafür, dass sich mehr junge Menschen für Kinder entschieden. "Davon profitiert die gesamte Gesellschaft, deshalb ist auch die Finanzierung eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft", betonte die CDU-Politikerin.

Von der Leyen kündigte an, im Koalitionsausschuss am 16. April ein eigenes Finanzierungskonzept vorzulegen. Den SPD-Vorschlag einer Umschichtung von Mitteln innerhalb der Familienförderung lehnte sie erneut strikt ab: "Sonst zahlen Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen oder Schulkinder haben, dafür, dass die Krippenbetreuung ausgebaut wird." Eine Kappung des Ehegattensplittings bezeichnete die Ministerin als "völlig abwegig".

Von der Leyen will die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige bis 2013 auf rund 750.000 verdreifachen. Die Kosten des Vorhabens werden auf drei Milliarden Euro beziffert. Ein Familiengipfel von Bund, Ländern und Kommunen am 2. April soll zunächst den Bedarf ausloten. (tso/ddp)

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