Berlin - Deutschland werde der Forderung keinesfalls nachkommen, sagte Merkel (CDU). Die beiden Deutschen - eine 61-jährige Frau und ihr 20-jähriger Sohn - waren am 6. Februar in Bagdad verschleppt worden. Die Entführer haben mit der Ermordung der beiden gedroht und für den Truppenabzug eine Frist bis Dienstag gesetzt.

Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes ist laut Ministeriumssprecher Martin Jäger weiter intensiv um einen guten Ausgang des Geiseldramas bemüht. Der Stab habe auch am Wochenende beraten. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) werde fortlaufend unterrichtet. Jäger warnte zugleich eindringlich vor Reisen in den Irak.

In der vergangenen Woche hatte sich Bundespräsident Horst Köhler mit einem Video-Appell zur Freilassung der Geiseln an die Entführer gewandt. Am Wochenende riefen muslimische Organisationen in Deutschland zur Freilassung der Deutschen auf. Der Tag des Ablaufs der Frist ist zugleich der vierte Jahrestag des Beginns des letzten Irak-Krieges am 20. März 2003. (tso/ddp)

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