Ein Blick ins Netz genügt: "Katrina" beherrscht derzeit nicht nur die Medien, sondern auch in den Weblogs weltweit, jenen virtuellen Kommunikationsplattformen, auf denen Internet-User ihre Gedanken Preis geben und aktuelle Ereignisse kommentieren, ist der Wirbelsturm das Gesprächsthema Nummer eins. Zum Beispiel stehen auf der Internetseite technorati.com, die mehr als 16 Millionen Blogs nach bestimmten Themen durchsucht, die Begriffe "Katrina" und "Hurricane Katrina" ganz oben auf der Suchliste.

Der Wunsch, Augenzeugenberichte aus erster Hand zu erfahren, scheint momentan größer denn je zu sein. Und so füllen Hunderte von Berichten wie diese die Blogs: "Wir konnten nur unseren Hund und unsere älteste Katze mitnehmen. Mir wird schlecht, wenn ich an all jene denke, die ich zurücklassen musste. Ich glaube nicht, dass ich mein Zuhause jemals wieder sehen werde. Aber schließlich war der Druck unserer Mütter größer als die Zehntausenden E-Mails und Radiowarnungen, die uns immer wieder "Du wirst sterben" entgegen geschrieen haben."

Auch etablierte Medien wie CNN , MSNBC oder USA Today greifen auf Berichte der Bürger zurück, um die Naturkatastrophe zu dokumentieren. Neben den Artikeln ihrer eigenen Reporter rufen die Nachrichtensender die Leser auf ihren Webseiten dazu auf, als "Citizen Journalist" (Bürgerjournalisten) aktiv zu werden oder ihre privaten Fotos in Bildergalerien zur Schau zu stellen.

Auf Bilder hat sich die Seite flickr.com spezialisiert. Mit Hilfe von privaten Fotos haben die Anbieter innerhalb von wenigen Tagen eine eindrucksvolle Bilddatenbank zu "Katrina" aufgebaut. Eine nicht minder umfangreiche Galerie hat der in New Orleans ansässige Onlinedienst NOLA.com zusammengestellt. Auch bewegte Bilder der Katastrophe lassen sich im Netz anschauen. MSNBC zeigt auf seiner Webseite ein kostenloses Video.