TV-Duell Schröder-Merkel Eine Bildanalyse von Sabine Etzold, Rudi Rhode und Gero von Randow

Das Spiel dauerte neunzig Minuten

ZEIT online hat zusammen mit Rudi Rhode ferngesehen, einem Experten für Körpersprache. Was Gesten und Mimik der beiden Kontrahenten verraten, zeigt unsere kommentierte Bilderfolge. Ganz wichtig: das Lächeln. Manchmal ist Angela Merkel darin schlecht. Etwa, wenn sie wie hier einen Hieb verpasst bekommt. Schröder konnte sie mit seinem Bekenntnis zum therapeutischen Klonen gut zwiebeln, denn sie sieht die Dinge in Wahrheit so wie er. In solchen Fällen bleibt das Lächeln schief im Mundwinkel hängen und wirkt säuerlich.

TV-Duell Schröder-MerkelMundwinkel nach oben! (1)
Augenscheinlich befolgt die Kanzlerkandidatin den Rat, mehr zu lächeln. Manchmal ist sie darin wirklich gut. Besonders dann, wenn sie zu Themen spricht, in denen sie sich zu Hause fühlt. Umweltpolitik zum Beispiel.

TV-Duell Schröder-MerkelMundwinkel nach oben! (2)
Sie kann starke Argumente vortragen – aber Frauen sollen nett sein, also wird noch ein Lächeln dahintergeschaltet, und die Wirkung ist perdü.

TV-Duell Schröder-MerkelTreffer!
„Viel Spaß mit Herrn Stoiber, wenn’s um Geld geht.“

TV-Duell Schröder-MerkelLieb!
Macho Schröder drängt sie in die Mädchenrolle. Erst gegen Ende der Sendung gelingt es ihr, sich davon zu befreien.

TV-Duell Schröder-MerkelKampfsport (1)
Merkel kann Karate. Mit den Handkanten hackt sie sich Themen aus der Luft und ordnet sie sodann.