Sechzig Jahre nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist die aus Trümmern wiedererstandene Dresdner Frauenkirche am Sonntag geweiht worden. Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl stellte das spätbarocke Gotteshaus damit in den Dienst der evangelischen Kirche. An dem Gottesdienst nahmen rund 1700 Menschen teil, darunter Bundespräsident Horst Köhler, der Herzog von Kent, die Botschafter der früheren Alliierten, Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine designierte Nachfolgerin Angela Merkel. Auf dem Platz vor dem Bauwerk verfolgten Zehntausende das Geschehen bei strahlendem Sonnenschein auf großen Leinwänden. In einer Grußbotschaft an Bundespräsident Köhler hatte am Samstag Königin Elizabeth II die Frauenkirche als "starkes Symbol der Versöhnung" zwischen Deutschland und Großbritannien bezeichnet. "Viele Briten und britische Organisationen haben zum Wiederaufbau beigetragen und ihn unterstützt", schrieb die Queen. "Er hat die Bande der Freundschaft und des Einvernehmens, die zwischen unseren beiden Ländern gewachsen sind, weiter gefestigt." Sie äußerte "große persönliche Freude und Genugtuung", dass "dieses bemerkenswerte Projekt" gelang.Der Herzog von Kent erhielt als Anerkennung für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz. "Sie haben sich mit ganzer Kraft für die deutsch-britische Verständigung eingesetzt", sagte am Samstag Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) in der Dresdner Staatskanzlei. Er überreichte dem Cousin von Königin Elizabeth II. im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler die Auszeichnung. Der Herzog von Kent ist Schirmherr des Dresden Trust, der in Großbritannien bislang mehr als 1,1 Millionen Euro für das Gotteshaus sammelte. Ein Teil dieses Geldes wurde für das goldene Turmkreuz verwendet. Es wurde von einem britischen Goldschmied gefertigt, dessen Vater im Zweiten Weltkrieg Luftangriffe auf Dresden geflogen hatte.Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesminister Manfred Stolpe würdigte seinerseits die Dresdner Frauenkirche als Symbol des Engagements von Bürgern, Land und Bund. "Hier haben alle an einem Strang gezogen und ein wichtiges Identifikationssymbol der Dresdner und aller Deutschen wieder erstrahlen lassen", sagte Stolpe am Sonntagvormittag in Dresden. Noch nie sei in Deutschland so viel Geld für den Wiederaufbau eines Baudenkmals aufgebracht worden - allein an Spenden mehr als 100 Millionen Euro.
Sechzig Jahre nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist die aus Trümmern wiedererstandene Dresdner Frauenkirche am Sonntag geweiht worden. Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl stellte das spätbarocke Gotteshaus damit in den Dienst der evangelischen Kirche. An dem Gottesdienst nahmen rund 1700 Menschen teil, darunter Bundespräsident Horst Köhler, der Herzog von Kent, die Botschafter der früheren Alliierten, Bundeskanzler Gerhard Schröder und seine designierte Nachfolgerin Angela Merkel. Auf dem Platz vor dem Bauwerk verfolgten Zehntausende das Geschehen bei strahlendem Sonnenschein auf großen Leinwänden. In einer Grußbotschaft an Bundespräsident Köhler hatte am Samstag Königin Elizabeth II die Frauenkirche als "starkes Symbol der Versöhnung" zwischen Deutschland und Großbritannien bezeichnet. "Viele Briten und britische Organisationen haben zum Wiederaufbau beigetragen und ihn unterstützt", schrieb die Queen. "Er hat die Bande der Freundschaft und des Einvernehmens, die zwischen unseren beiden Ländern gewachsen sind, weiter gefestigt." Sie äußerte "große persönliche Freude und Genugtuung", dass "dieses bemerkenswerte Projekt" gelang.Der Herzog von Kent erhielt als Anerkennung für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz. "Sie haben sich mit ganzer Kraft für die deutsch-britische Verständigung eingesetzt", sagte am Samstag Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) in der Dresdner Staatskanzlei. Er überreichte dem Cousin von Königin Elizabeth II. im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler die Auszeichnung. Der Herzog von Kent ist Schirmherr des Dresden Trust, der in Großbritannien bislang mehr als 1,1 Millionen Euro für das Gotteshaus sammelte. Ein Teil dieses Geldes wurde für das goldene Turmkreuz verwendet. Es wurde von einem britischen Goldschmied gefertigt, dessen Vater im Zweiten Weltkrieg Luftangriffe auf Dresden geflogen hatte.Der für den Aufbau Ost zuständige Bundesminister Manfred Stolpe würdigte seinerseits die Dresdner Frauenkirche als Symbol des Engagements von Bürgern, Land und Bund. "Hier haben alle an einem Strang gezogen und ein wichtiges Identifikationssymbol der Dresdner und aller Deutschen wieder erstrahlen lassen", sagte Stolpe am Sonntagvormittag in Dresden. Noch nie sei in Deutschland so viel Geld für den Wiederaufbau eines Baudenkmals aufgebracht worden - allein an Spenden mehr als 100 Millionen Euro.