Welcher Dichter hat diesen Brief geschrieben?

»Man brachte mir gestern die angenehme Nachricht, daß Sie von Ihrer Reise wieder zurückgekommen seyen. Wir haben also wieder Hofnung, Sie vielleicht bald einmal bey uns zu sehen, welches ich an meinem Theil herzlich wünsche. Die neulichen Unterhaltungen mit Ihnen haben meine ganze IdeenMaße in Bewegung gebracht, denn sie betrafen einen Gegenstand, der mich seit etlichen Jahren lebhaft beschäftigt. Ueber so manches, worüber ich mit mir selbst nicht recht einig werden konnte, hat die Anschauung Ihres Geistes (denn so muß ich den TotalEindruck Ihrer Ideen auf mich nennen) ein unerwartetes Licht in mir angesteckt. Mir fehlte das Objekt, der Körper, zu mehreren spekulativen Ideen, und Sie brachten mich auf die Spur davon. Ihr beobachtender Blick, der so still und rein auf den Dingen ruht, setzt Sie nie in Gefahr, auf den Abweg zu gerathen, in den sowohl die Speculation als die willkürliche und bloß sich…« BILD

Friedrich Schiller schrieb diesen Brief am 23. August 1794 an Goethe BILD

»In der Beilage habe ich 6 Dollars gut für nächstes Jahr, das Du in ungestörter Freude mit uns verbringen sollst.« BILD

Sigmund Freud schrieb diesen Brief am 17. August 1929 zum 94. Geburtstag seiner Mutter. Freud übrigens hielt gar nichts von einer »fetischistischen Ehrfurcht vor Handschriften. Um die meinen kümmere ich mich in gar keiner Weise und ich bewahre sie nur auf, da ich mir sagen ließ, dass sie später einmal meinen Enkeln ein gewisses Taschengeld einbringen können.« BILD

»Immer ist die leere Zeit / hungrig / auf die Inschrift der Vergänglichkeit – / In der Fahne der Nacht / mit allen Wundern eingerollt / wissen wir nichts / als das[s] deine Einsamkeit / nicht die meine ist –/ Vielleicht das[s] ein Traum-verwirklichtes Grün / oder / ein Sang / aus der Vorgeburt schimmern kann / und von den Seufzerbrücken unserer Sprache / hören wir das heimliche Rauschen der Tiefe –« BILD

Nelly Sachs schrieb dieses Gedicht als Glückwunsch zu Alfred Anderschs Geburtstag am 12. Februar 1964. BILD