Vorvergangene Woche verlosten wir dreimal zwei Eintrittskarten für die Deutschlandtour des Osloer Trompeters Nils Petter Molvær . Die Gewinner bekamen neben den Tickets die schöne Aufgabe, uns einen kleinen Konzertbericht zu schreiben. Als Erster meldete sich Jürgen Bennemann mit Eindrücken aus Köln , nun kommt Ernst Bartels aus München:

Nicht ohne Strom? Zuerst hatte ich ja Bedenken, eine Band zu hören, bei der neben jedem Musiker gleichberechtigt ein Computer steht - nur um die Riffs eines Jazztrompeters zu verfolgen. Doch dann entwickelte sich das Konzert sehr spannend, ich habe lange kein so abwechslungsreiches Konzert gehört. Und das nicht nur, weil ich sonst eher zur " unplugged "-Fraktion gehöre. Petter Molvær auf dem Technics-Jazzport-Festival 2001

Den Vergleich "Welche Musik würde heute von Miles Davis gemacht?" hielt ich zwar erst für ein Klischee, aber Nils Petter Molværs Ensemble hat mich dann doch sehr an späte Auftritte von Miles Davis erinnert.

Zur phantastischen Stimmung in der Muffathalle haben auch die starken Lichteffekte und der klar differenzierbare Sound beigetragen. Eine beeindruckende Mischung aus elektronischer Musik und schweißtreibender Handarbeit, die für mich nur live funktioniert!

Danke an das Zeit-Online-Feuilleton und "Entschuldigung" an meine eigene Band, die ich für diesen Abend im Stich gelassen habe.

Soweit München. Nun sind wir noch auf den Bericht aus Berlin gespannt.