Vorvergangene Woche verlosten wir Eintrittskarten für die Deutschlandtour des Osloer Trompeters Nils Petter Molvær . Die Gewinner haben wir gebeten, uns je einen kleinen Konzertbericht zu schreiben. Als Erster meldete sich Jürgen Bennemann mit Eindrücken aus Köln , dann kam Ernst Bartels aus München , nun hat Nele Trenner aus Berlin das letzte Wort:

Jazz? Electronic Jazz?

Tja, eine Trompete war dabei. Ein Schlagzeug und einen Bass hat man auch gesehen und gehört.

Aber da war noch mehr: von der Mizmar über ein Didgeridoo zur Flöte – Molvær hat seine Trompete mit Hilfe der zwei DJs in fast alles verwandelt.

Er hat sie aber auch mal nur Trompete sein lassen.

Es war wohl eher eine Klangkomposition als Jazz. Eigentlich ein (für mich) ziemlich abschreckendes Wort – es klingt nach tausend Instrumenten, alle durcheinander.

Aber es war anders: nämlich wirklich hörbar!

Nach gerade mal fünf Minuten habe ich mit dem Fuß mitgewippt und den ganzen Abend nicht damit aufgehört.

Die Band ist perfekt aufeinander eingespielt. Jeder setzt zum richtigen Zeitpunkt ein. Jeder weiß genau, wie er die Gesamtwirkung der Musik verstärken kann.

Da haben sie, in blaues Licht getaucht, die Ergebnisse ihrer Experimente präsentiert, mal laut, mal leise, aber immer mit ordentlich Beat dahinter – und kaum hatte es richtig begonnen, war es schon wieder vorbei. Immerhin gab es zwei Zugaben für Berlin: noch einmal richtig laut mit allem drum und dran und zum Schluss richtig leise. Ohne alles, fast gehaucht, nur die Trompete. Gut! Petter Molvær auf dem Technics-Jazzport-Festival 2001 BILD

Wir danken unseren Lesern für ihre Teilnahme an unserer kleine n Konzertaktion – den dreien, die gewonnen und geschrieben haben, und allen anderen natürlich auch!