Den Weg, den die deutsche Popmusik in den vergangenen zwei Jahrzehnten genommen hat, zeichnet Dirk Peitz in der Wochenendausgabe der SZ unter der Überschrift "Abmarsch" nach. Das Resümee fällt unerwartet aus. Nicht Tokio Hotel , nicht Aggro Berlin , nicht Juli oder Silbermond , sondern "die Alten, und zwar die, von denen man es am wenigsten erwartet hätte, die echt nicht mehr für möglich Gehaltenenen - sie übernehmen den Laden."

Die Alten - das sind für Peitz Sven Regener und seine Ausnahmeband Element of Crime oder die wieder erstarkten Sterne aus Hamburg.

Das neue Sterne-Album Räuber und Gedärm sei die Überraschung der Saison. "Damit hätte man jetzt nicht mehr gerechnet: Dass die alte Hamburger Schule noch einmal triumphal zurückkehrt: mit einer präzisen Beschreibung der Wirklichkeit, der Wirklichkeit einer Band auf dem Weg nach Jenseits von Gut und Böse, und der Wirklichkeit eines Landes nahe am Abgrund."

Die Sterne sind auch in den aktuellen Ausgaben von Spex und Intro Thema.

Die Kölner Spex widmet Sänger Frank Spilker und seinen Mannen die Titelgeschichte. Autorin Doris Achelwilm hat sich mit den Musikern unterhalten und begeistert sich für ein "Album voller fallender Groschen und Aha-Effekte".