Weniger Feministinnen
Für die Frauen hoffe ich, dass die überzogene Emanzipationsbewegung immer weniger Einfluss haben wird. Die Provokationshaltung und Bekämpfung männlicher Lebenswelten von Feministinnen schadet einem Annäherungsprozess. So wird das vollständig gleichberechtigte Miteinander in der Berufs- und Familienwelt sowie in der Erziehung erschwert werden. Ein Fortsetzen der Schwarzer-Bewegung bedeutet Unverständnis und ablehnendes Verhalten bei uns, dem anderen Geschlecht.
Ulrich Dehne, Redaktion

Schluss mit Beschützern, Gentlemen und Dienerinnen
Ich wünsche mir die Auflösung von beziehungsinternen Rollenbildern. Der Mann als machohafter Beschützer, als Charmeur, als Gentleman hat für mich genauso ausgedient wie das Bild einer schwachen Frau, die sich vom Mann abhängig macht. Frauen, die vom Mann hofiert und mit Geschenken überschüttet werden wollen, sehe ich genauso skeptisch wie Frauen, die sich mit einer dienenden Hausfrauenrolle abfinden.

Es geht nicht um gesellschaftliche Gleichberechtigung, die ich mir nicht zu wünschen brauche, da ich sie für ein gelungenes Miteinander für eine Grundvoraussetzung halte, sondern um emotionale Gleichberechtigung. Das bedeutet, es gibt idealerweise keine vordefinierte Rollenverteilung zwischen Mann und Frau; Stärken und Schwächen der Partner ergeben sich aus der Beziehung selbst und nicht aus einer gesellschaftlichen Vordefinierung, welche Erwartungen der Partner in welcher Situation zu erfüllen hat. Die Partner sind sich ebenbürtig.
Adrian Pohr, Redakteur

Ausblick
Es wird verhältnismäßig mehr Frauen als Männer geben.
Es wird verhältnismäßig mehr Frauen geben, die Positionen bekleiden, die heute noch ausschließlich von Männern besetzt werden.
Es wird verhältnismäßig mehr alleinstehende Frauen geben undweniger alleinstehende Männer.
Es wird auch in zehn Jahren keine Rolle spielen, wie wir uns die Frauen wünschen.

Ich freue mich auf mehr Frauen in der Politik.
Ich fürchte mich vor Frauen in Politik, die dieselben Fehler begehen wie ihre männlichen Vorgänger - oder schlimmere.
Isaak Bah, Technik