Gefährliche Schmelze
Wärmeres Wetter hat sich in den vergangenen Tagen manch einer gewünscht - und es kommt tatsächlich: Tief Aurisa liegt derzeit noch über Irland und wird die Temperaturen zur Wochenmitte auch bei uns über den Gefrierpunkt ansteigen lassen - zumindest im Südwesten. Doch Meteorologen stimmt diese Aussicht kaum optimistisch, denn Aurisa bringt nicht nur Tauwetter, sondern auch Regen. Unterm Strich heißt das: Hochwassergefahr. dpa

Schwache Äste
Schneebruch nennt der Wetterkundler das, was nicht nur Parkgänger mit einsetzendem Regen fürchten müssen. Denn das Wasser spült den Schnee nicht etwa von den Bäumen, sondern wird von den Flocken erstmal aufgesogen. Das Resultat: Die ohnehin überlasteten Zweige knicken unter der Last weg, ganze Stämme können auf Wege und Straßen stürzen. Besonders heikel ist dieser Effekt allerdings, wenn es um die Dächer geht. Nach zahlreichen Hauseinbrüchen in den vergangenen Tagen sollten Heimbesitzer die kurze Verschnaufpause nutzen, um die weiße Last von den Dächern zu bekommen. dpa

Schienen frei?
Vorübergehend wird es für Züge wieder etwas einfacher werden, sich durch das eisige Chaos zu lavieren - doch in der zweiten Wochenhälfte ist nach Aussage von Michael Bauer vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach mit neuen Problemen zu rechnen: "Durch den Schneebruch kann es wieder zu Sperrungen auf Straßen und Schienen kommen", sagte der Meteorologe im Gespräch mit ZEIT online. dpa

Freiheit für Autos
Wie schnell schmilzt der Schnee? Das können auch Wetterexperten derzeit nicht genau sagen, aber eines ist klar: Schmilzt er schnell, steigen die Pegel in Rhein, Main und Donau rasch an. Bleibt er zum Teil liegen, türmen sich mit den Schneefällen am kommenden Wochenende neue Massen auf. Und zwar nicht nur auf den Autos. Dass der Schnee in solchen Mengen fällt, liegt übrigens nicht allein an den vielen Wolken - auch die Temperatur knapp am Gefrierpunkt trägt zur Flockengröße bei. dpa

Am Boden bleiben
Zahllose Flüge mussten am Wochenende gestrichen werden, Straßen waren unpassierbar. Wie es in den kommenden Tagen weitergeht, ist schwer zu sagen. Wer in den Skiurlaub fliegen will, sollte allerdings noch einmal genauer darüber nachdenken: In zahlreichen Wintersportgebieten herrscht Lawinengefahr bis zu Warnstufe 4, unterhalb von 1000 Metern soll zudem bald Tauwetter einsetzen. dpa