Die Reserven an nicht erneuerbaren Energieträgern schwinden. Die Karte verdeutlicht, welchen Anteil der Vorräte die Menschheit schon verbrannt hat – in einigen Regionen ist das der Großteil. Die Kreise stehen für die Lagerstätten in den einzelnen Regionen. Der dunkelste Abschnitt zeigt, wie viel seit Beginn der Industrialisierung bereits gefördert wurde. Der zweite Kreisteil stellt die zu heutigen Preisen und mit heutiger Technik gewinnbare Menge der Vorkommen dar (Reserven). Der letzte, hellste Teil steht für nachgewiesene, aber wirtschaftlich oder technisch noch nicht förderbare sowie für vermutete Vorkommen (Ressourcen). Die Säulen stellen die jährliche Förderung dem Jahresverbrauch gegenüber. Sie zeigen zudem das Potenzial der erneuerbaren Energieträger Wasserkraft und biogene Brennstoffe. Wind- und Sonnenenergie, je nach Technik und Klima nutzbar, sind nicht berücksichtigt.

Erdgas: Große Reserven

Erdgas hat weltweit einen Anteil von 24 Prozent an der Primärenergie, die wir verbrauchen. Seine Bedeutung als relativ sauberer Energieträger nimmt weiter zu. Insgesamt sind bereits mehr als ein Drittel der ursprünglichen Erdgasreserven gefördert oder abgefackelt. Dennoch reichen die Vorkommen bis über die Mitte des Jahrhunderts hinaus. Das verbleibende Potenzial liegt um 20 Prozent über dem von Erdöl. Neue Technik könnte zusätzlich riesige Vorkommen erschließen. Die größten Verbraucher sind die USA, Russland, Deutschland und Großbritannien. 28 Prozent des global geförderten Erdgases werden grenzüberschreitend gehandelt.

Erdöl: Fast die Hälfte ist weg

Erdöl ist mit fast 37 Prozent Anteil am weltweiten Verbrauch Energieträger Nummer eins. 62 Prozent der weltweit noch vorhandenen Reserven liegen im Nahen Osten. 46 Prozent – also fast die Hälfte der nachgewiesenen konventionellen Reserven – sind bereits gefördert. Seit Beginn der industriellen Förderung wurden 139 Gigatonnen gewonnen, etwa die Hälfte davon in den vergangenen 22 Jahren. Innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre sollten 50 Prozent des Gesamtpotenzials ausgebeutet sein, danach dürfte die Förderung sinken. Die steigenden Preise machen die Gewinnung von Öl aus Ölsanden künftig finanziell attraktiver.

Steinkohle: Massenhaft vorhanden