Alljährlich zu Pfingsten ist im Städtchen Moers am Niederrhein die Hölle los. 10000 Freunde von Jazz und verwandter Musik stürmen den Schlosspark. Vor seinen Toren schlagen dreimal so viele Camper ihre Zelte auf und hören als Zaungäste mit. Vier Tage lang spielen Improvisationskünstler der verschiedensten Genres, in diesem Jahr werden Musiker wie Nils Petter Molvaer , John Scofield, Matthew Herbert , Jamie Lidell , Bill Laswell und Bugge Wesseltoft erwartet. Reiner Michalke will mit dem Moerser Jazz-Festival frischen Ideen eine Chance geben BILD

Wo Moers heute steht und wohin es will – darüber sprachen wir mit Reiner Michalke, der dem 34 Jahre amtierenden Burkhard Hennen nachgefolgt ist.

So ein etabliertes Festival zu übernehmen ist eine große Herausforderung.

Herausforderung… Es ist mehr eine tolle Ausgangsbasis, weil das Moers-Festival ja eine große Geschichte hat und immer noch gut dasteht. Darauf aufbauen zu können und das machen zu können, was man sich selber vorstellt, ist schon eine ideale Situation.

Was wird unter Ihrer Leitung jetzt anders?

Ich sage erstmal, was gleich bleibt: Das Festival bekennt sich zu einem riskanten Programm, zu Musikerinnen und Musikern, die unbekanntes Terrain erforschen, neue Fragen stellen und sich nicht mit dem zufriedengeben, was es gibt. Das hat mein Vorgänger Burkhard Hennen 34 Jahre lang mit Bravour gemacht , dadurch ist Moers international bekannt geworden.