Wie stark steigen die Preise?

Vom 1. Januar 2007 an dürften viele Produkte im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent teurer werden. Es ist aber unwahrscheinlich, dass Industrie und Handel angesichts des Wettbewerbs die Anhebung eins zu eins voll an den Endverbraucher weiter geben. Wie hoch der Preisanstieg ausfällt, ist offen. Für Lebensmittel, Zeitungen und Bücher oder Preise im öffentlichen Nahverkehr bleibt es zudem beim reduzierten Satz von 7 Prozent.

Ein Produkt, das heute 100 Euro kostet (netto 86,21 Euro plus 13,79 Euro Mehrwertsteuer) würde bei einem Steuersatz von 19 Prozent 102,59 Euro kosten - wenn die Anhebung voll weitergegeben wird. Ein Auto, das heute 20.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer kostet, könnte laut Steuerzahlerbund im nächsten Jahr 20.517,27 Euro kosten. Eine Autohaftpflicht von 500 Euro könnte sich um 12,93 Euro verteuern, da auch die Versicherungssteuer von 16 auf 19 Prozent angehoben wird. Benzinkosten von 1952 Euro im Jahr würden auf dann 2002,48 Euro.

Wie hoch ist die Mehrbelastung im Monat?

Nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes muss sich ein lediger Arbeitnehmer mit einem Monats-Bruttolohn von 2000 Euro und einem Bruttokonsum von dann 666,81 Euro auf eine monatliche Mehrbelastung von 16,81 Euro einstellen. Eine Alleinerziehende mit einem Kind müsste 14,22 Euro mehr zahlen, wenn sie ein Bruttoeinkommen von 1500 Euro hat und für 564,22 Euro brutto Waren und Dienstleistungen konsumiert. Ein Doppelverdiener-Ehepaar mit einem Bruttolohn von 4000 Euro sowie Bruttokonsum von 1845,55 Euro müsste 46,55 Euro mehr zahlen. Das Rentner-Ehepaar mit einer Brutto-Rente von 1500 Euro und einem Konsum von 718,10 Euro müsste 18,10 Euro mehr zahlen. Nicht berücksichtigt sind hier Änderungen bei den Lohnnebenkosten, die höhere Versicherungsteuer sowie Kürzungen der Pendlerpauschale, des Sparfreibetrags sowie weiterer Steuer-Abzugsmöglichkeiten. 

Was bringt die Senkung der Lohnnebenkosten?