Vor den Augen des nationalen Idols Diego Armando Maradona setzte sich Argentinien am Samstagabend in einer hochklassigen Begegnung mit 2:1 (2:0) gegen Afrika-Vizemeister Elfenbeinküste durch und feierte damit einen Einstand nach Maß.

Vor 50 000 Zuschauern in der Hamburger Arena erzielten Hernan Crespo (24. Minute) und Javier Saviola (38.) die Tore für die Südamerikaner. Argentiniens Coach José Pekerman schickte wie erwartet seine zuletzt erfolgreiche Formation auf den Rasen. Jungstar Lionel Messi, der einen Muskelfaserriss zwar auskuriert, aber mehr als zwei Monate gefehlt hat, erlebte somit den Anpfiff auf der Reservebank. Seine Teamkollegen übten sofort Druck aus, die Ivorer hielten dagegen. Pech hatten die Südamerikaner bei ihrer ersten Torchance: Einen Kopfball des aufgerückten Verteidigers Roberto Ayala konnte Jean-Jacques Tizié nicht festhalten (14.). Ob der Ball bei der folgenden Rettungsaktion des Torhüters die Torlinie in vollem Umfang überquert hatte, blieb offen, Referee De Bleeckere (Belgien) ließ im Zweifel weiterspielen.

Zehn Minuten später konnte der im himmelblau-weißen Trikot auf der Tribüne sitzende Maradona dann doch jubeln. Juan Riquelmes Freistoß wehrte die Abwehr zu kurz ab und Torjäger Crespo staubte zu seinem 30. Länderspieltreffer ab. In der abwechslungsreichen Partie übernahm nun die Elfenbeinküste das Kommando. Bonaventure Kalou (30.), Didier Drogba (32.) und Abdul Kader Keita (35.), der aus vier Metern Keeper Roberto Abbondanzieri per Kopf nicht überwinden konnte, ließen aber erstklassige Einschussmöglichkeiten aus. Das rächte sich: Der starke Riquelme passte traumhaft auf Saviola und der vollendete zum 2:0.

Nach Wiederanpfiff setzte die taktisch sehr disziplinierte "Albi Celeste" ihren souveränen Auftritt fort, nahm dabei aber doch einiges an Tempo aus dem Spiel. In der Abwehr überragte Ayala in seinem 101. Länderspiel und im Mittelfeld regierte gekonnt Spielmacher Riquelme, der per Freistoß beinahe den dritten Treffer erzielt hätte (55.). Auf der Gegenseite versuchten die Afrikaner zwar alles, sie wirkten bei ihren Offensiv-Aktionen allerdings vorübergehend entmutigt.

Die Argentinier fühlten sich nun aber offenbar wohl doch etwas zu sicher. Die Ivorer bäumten sich noch einmal mächtig auf und Drogba (72.), vor dem die Argentinier schon vor diesem Aufeinandertreffer einen Heidenrespekt hatten, hätte um ein Haar getroffen. Zehn Minuten später machte es der Stürmer aus Chelsea besser und traf zum verdienten Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es aber nicht.

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Gruppe C "