Der amerikanische Präsident George W. Bush ist am Dienstag zu einem aus Sicherheitsgründen nicht angekündigten Besuch im Irak eingetroffen. Das berichtete der staatliche Fernsehsender al-Irakija. In der US-Botschaft in Bagdad traf er am Nachmittag den neuen Regierungschef Nuri al-Maliki von der schiitischen Dawa-Partei.

Die amerikanische Botschaft liegt in der "Grünen Zone" von Bagdad. Dieser Teil der Hauptstadt wird von irakischen und amerikanischen Truppen hermetisch abgeriegelt. US-Regierungsvertreter halten sich bei Besuchen im Irak in der Regel nur in diesem Gebiet auf.

Bush will nach Medienberichten auch US-Soldaten besuchen. Er hatte noch am Montag angekündigt, dass er an diesem Dienstag mit den Ministern der neuen irakischen Regierung per Videokonferenz über Sicherheitsfragen sprechen wolle. Es ist Präsident Bushs zweiter Besuch im Irak, sein erster seit dem Amtsantritt al-Malikis.

Mit diesem Besuch will die amerikanische Regierung vermutlich demonstrieren, dass sie in der irakischen Frage das Heft in der Hand hat und nicht bloß Getriebene ist. Er folgt der Tötung des Terroristen al-Zarqawi, ein Erfolg, der andere Nachrichten, die den Namen "Haditha" oder "Abu Ghraib" tragen, vergessen machen könnte.

Lesen Sie auch den Artikel von Matthias Nass: "Amerika muss zahlen."