"Wir werden über gegenseitige Befürchtungen sprechen und Missverständnisse in der internationalen Arena ausräumen", sagte er laut Reuters am Donnerstag in einer im Fernsehen übertragenen Rede in der zentraliranischen Stadt Kaswin. Nach der Unterbreitung des Angebots zur Beilegung des Atomkonflikts durch die UN-Vetomächte und Deutschland war dies die erste öffentliche Äußerung Ahmedineschads zum Thema.

Gleichzeitig beharrte der Präsident auf den bekannten Positionen Teherans im Atomstreit: "Wir werden niemals irgendwelche Konzessionen oder Verhandlungen über unser legitimes Recht (auf ein Atomprogramm) machen und dem Westen nicht erlauben uns vorzuschreiben, was wir tun oder entscheiden sollen", so der Präsident.

Der Westen täusche sich, wenn er glaube, dass "die iranische Nation über ihr Schicksal verhandeln wird, denn der Iran wird nicht ein Jota von seinem unanfechtbaren Recht auf eine friedliche Atomtechnologie aufgeben", sagte Ahmedinedschad.

Neuer IAEA-Bericht

Zum iranischen Atomprogramm wird die Internationale Atomenergie-Organisation am Donnerstag einen neuen Bericht vorlegen. Der vertrauliche Report wird den 35 Mitgliedern des IAEA-Gouverneursrat übergeben. Er dürfte die Ergebnisse der jüngsten Untersuchungen von IAEA-Inspekteuren in den iranischen Atomanlagen enthalten. Teheran hatte am Dienstag ein umfangreiches "Paket" von Vorschlägen der fünf Veto-Mächte des Weltsicherheitsrats und Deutschlands erhalten. Sie sollen das Land von der Fortsetzung der Urananreicherung abbringen.