Göttingen/Friedrichshafen (dpa) - Während die mexikanische Fußball-Nationalmannschaft in ihrem WM-Auftaktspiel gegen den Iran voraussichtlich in Bestbesetzung antreten kann, muss der dreimalige Asienmeister am Sonntag in Nürnberg (18.00 Uhr) höchstwahrscheinlich auf Mittelfeldspieler Ferydoon Zandi verzichten. Der 27-Jährige von Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern habe noch immer hohes Fieber, erklärte Irans kroatischer Trainer Branko Ivankovic am Freitag im WM-Quartier in Friedrichshafen. Zudem fehle wahrscheinlich Sattar Zare (24). Der Linksverteidiger leide an einer Knieverletzung.Dagegen hat Mehdi Mahdavikia (Hamburger SV) seine Rückenprobleme auskuriert und wird von Beginn an spielen. Auch die weiteren Bundesliga-Profis Ali Karimi (FC Bayern München) und Vahid Hashemian (Hannover 96) stehen wie der frühere Bayern-Stürmer Ali Daei in der Startelf des dreimaligen Asien-Meisters.Mexiko kann bei der WM wieder mit Stammtorhüter Oswaldo Sanchez planen. Der 32-Jährige, der nach dem plötzlichen Tod seines Vaters in seine Heimat geflogen war, wird an diesem Samstag wieder zum Team zurückkehren. Nach Informationen aus Mexiko soll der Profi von Deportivo Guadalajara nach der Beerdigung des Vaters am Freitag mit einem Privatflugzeug nach Deutschland geflogen werden. Sofern sein psychischer Zustand es zulässt, wird Sanchez gegen den Iran im ersten Spiel der Gruppe D eingesetzt. Sonst kommt Jose Corona vom Lokalrivalen UA Guadalajara zum Einsatz.Die Mannschaft von Trainer Ricardo La Volpe will das komplette WM- Turnier dem 55 Jahre alten Felipe Sanchez widmen, der unerwartet in Folge eines Herzinfarkts gestorben war. Trotz des Dramas zeigten sich die Mexikaner fit für ihre Auftaktpartie. In ihrem letzten Trainings- Match gegen eine Göttinger Regionalauswahl gewann die „Tri“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit 10:0. Dabei empfahl sich Guillermo Franco vom FC Villarreal mit sechs Toren für einen Platz in der Startelf neben Torjäger Jared Borgetti von den Bolton Wanderers.Nach den guten Eindrücken in der Vorbereitung geht auch Irans Coach Ivankovic optimistisch in die erste Partie. „Wir haben keine Zweifel an den Qualitäten der Mexikaner, aber wir kennen auch unsere Qualitäten“, sagte der 52-Jährige. Trotz der möglichen Ausfälle von Zandi und Zare vertraue das Team auf sein Können.