Italien hat den Tifosi beim Beginn der Weltmeisterschaft ein wenig Spaß am Fußball zurückgegeben. Mit dem verdienten 2:0 (1:0) gegen Ghana nahm der dreimalige Champion am Montagabend in Hannover wie erwartet Kurs auf das Achtelfinale. Andrea Pirlo (40. Minute) und Vincenzo Iaquinta (83.) nutzten zwei von zahlreichen Torchancen zum Auftaktsieg für die "Azzurri", die mit einem weiteren Erfolg am Samstag in Kaiserslautern gegen die USA das Weiterkommen bereits sichern können. Für Ghanas "Black Stars", die am selben Tag Tschechien begegnen, wird es im Gegenteil schwierig sein.

"Das war die beste Weise, das Turnier anzufangen. Wir waren überlegen und hatten viele Chancen. Wir können zufrieden sein, denn der Druck war sehr stark heute", sagte Italiens Trainer Marcello Lippi, der im Schlüsselspiel der Gruppe E mit dem Einsatz von Francesco Totti ein hohes Risiko eingegangen war. Der gerade erst von einem Wadenbeinbruch genesene Regisseur des AS Rom zahlte das Vertrauen mit einer starken Leistung zurück, kurbelte das Spiel seiner Mannschaft wie gewohnt an und leitete Pirlos Treffer ein. Auch mit dem Einsatz von Simone Perrotta auf der rechten Seite bewies Lippi eine glückliche Hand. Akzente bei den "Azzurri" setzte auch der Torjäger Luca Toni, der von der ghanaerischen Abwehr kaum zu stoppen war.

"Trotz allem, wir sind da!" stand in Anspielung an den Skandal auf einem riesigen Fan-Plakat. Und die 25 000 Tifosi in der Arena mussten nicht lange auf die erste Chance für ihre Lieblinge warten. In der 12. Minute rutschte Toni an einer scharfen Hereingabe von Perrotta vorbei. Eine Viertelstunde später unterstrich Toni erneut seine Torgefährlichkeit, als er aus 16 Metern die Unterkante der Latte traf.

Fünf Minuten vor der Pause leitete Tottis Eckball die verdiente Führung der Italiener durch Pirlo ein, der aus 20 Metern wuchtig abzog. Alberto Gilardino, der Ghanas Schlussmann Richard Kingston dabei die Sicht verdeckt hatte, zog im richtigen Moment den Kopf ein. Coach Lippi nahm sich die Brille ab und rieb sich Sekunden lang die Augen, als sei er verwundert, dass sein Rezept aufging.

Die Mannschaft des Serben Ratomir Dujkovic, der den Einzug ins Halbfinale als Ziel für Ghana ausgegeben hatte, zeigte keinen Respekt, ließ aber im Abschluss die Kaltschnäuzigkeit vermissen. So vergaben Asamoah Gyan (29.) und Emmanuel Pappoe (32.) aus bester Schussposition geradezu kläglich. Probleme offenbarte der viermalige Afrika-Cup-Sieger jedoch in der Defensive. In der 67. Minute scheiterte auch Perrotta an dem auf der Linie starken Kingston, ehe ein "Stockfehler" von Kuffour die Entscheidung durch das Tor von Iaquinta brachte.

Der Spielbericht als Gedicht "

Zum Kommentar "

Bilder des vierten Spieltages "

Gruppe E "