Sie baut Brücken und Kulturbauten wie dieses Opernhaus im chinesischen Guangzhu. Zaha Hadid ist plötzlich überall - als einzige Frau im Kreis der international renommierten Architekten. Im Jahr 2004 erhielt sie den Pritzker-Preis, so etwas wie den Nobelpreis für Architektur; seither kann sie sich vor Anfragen kaum retten. Zaha Hadid wurde 1950 als Tochter eines reichen Managers in Bagdad geboren und westlich erzogen. Sie studierte Architektur in London und gründete dort ihr eigenes Büro.

Zaha Hadid hat noch nie an einem Computer gearbeitet. Ihr Medium ist der Skizzenblock, auf dem auch der Entwurf für den Innenraum der Oper in Guangzhu entstand. Über die Philosophie ihrer Architektur spricht sie im ZEIT-Interview : "Ich wünsche mir Räume, die nicht abgeschlossen sind, die keine vorherbestimmte Richtung haben, die viele Wege ermöglichen, die Bewegung stimulieren."

Die Feuerwache in Weil am Rhein war 1991 der erste wichtige Bau von Zaha Hadid. Im ZEIT-Interview lobt sie den Mut der Deutschen : "Die Deutschen trauen sich was, vielleicht mehr als sie manchmal denken. Zu Hause in England gibt es bis heute keinen einzigen Bau von mir, und auch anderswo haben viele Mensche eher über mich gelächelt. Tolle Entwürfe, haben sie gesagt. Sieht schön verrückt aus, so als Entwurf. Aber bauen lässt sich das nicht."

Die Architektin nutzt für ihre Bauten stets die jüngste Technik und modernstes Material. Das verbaute sie auch in der Sport- und Kulturhalle im südfranzösischen Montpellier.

Derzeit wird Zaha Hadid vom Guggenheim-Museum in New York mit einer gigantischen Werkschau gefeiert. Die Ausstellung zeigt bis zum 25. Oktober Bilder, Modelle, Stadtpläne, Animationen, Möbel und andere Designstücke der Architektin.

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