Sondre Lerche ist in Norwegen ein Star. Der Sänger und Songwriter gilt inzwischen auch international als ein Wunderkind der unabhängigen Popmusik. Bereits vor fünf Jahren, eben 19, feierte er mit seinem Debüt Faces Down einen Erfolg. Seine Hommage an die jungen Beatles glänzte mit romantischen Harmonien und erwachsenen Melodien. Mit dem 2004 erschienenen Two Way Monologue enttäuschte er die Erwartungen nicht. Nun ist die dritte Platte da, das live im Studio eingespielte Jazz-Album Duper Sessions. Aus diesem Anlass spricht er mit unserem Autor Mark Lederer über Jazz, Einfachheit und Spontaneität.

Wie fing das alles an?

Mit acht Jahren habe ich Gitarre gelernt, mit 14 eigene Songs geschrieben. Ein Produzent aus Bergen, meiner Heimatstadt, hat mir dann geholfen, die Lieder zu entwickeln und Demos aufzunehmen. Er hat mich Musikern vorgestellt. Mit 16 habe ich die Songs meines Debütalbums geschrieben und angefangen mit den Leuten zu arbeiten, die schließlich das Faces Down Quartet wurden.

Ist das Ihre feste Band?

Wenn ich nicht allein auf Tour bin, sind sie dabei. Die drei Alben haben wir zusammen aufgenommen.

Mit der neuen Platte wandelt sich Ihr Indiepop zum Jazz.

Ich war immer ein Fan von Cole Porter. Als Zehnjähriger habe ich mal eine Technoversion von Night And Day gehört. Die war zwar nicht besonders schön, aber die Melodie und die Harmonien gefielen mir. Seitdem liebe ich diesen Song und vieles aus dieser Richtung, Burt Bacharach, Elvis Costello.

Wie haben Sie die neue Platte aufgenommen?