Spanien hat Andrej Schewtschenko und der Ukraine die WM-Premiere gründlich verdorben. Mit dem beeindruckenden Erfolg (4:0) in Leipzig gegen den enttäuschenden Neuling stiegen die Iberer in den Kreis der Titelanwärter auf und nährten die Hoffnungen ihrer Fans, endlich einmal ein großes Turnier erfolgreich zu spielen.

Mit einem Doppelschlag in der ersten Halbzeit brachten Xabi Alonso (13.) und David Villa (17.) ihr Team im Topspiel der Gruppe H schon früh auf die Siegerstraße. Villa (48.) erhöhte mit dem ersten Foulelfmeter der WM auf 3:0. Zuvor hatte Wladislaw Waschtschuk nach einer angeblichen Notbremse die erste Rote Karte des Turniers gesehen. Mit dem vierten Treffer besiegelte Fernando Torres in der 81. Minute den Triumpf der Spanier.

Spanien ist unter Trainer Luis Aragones seit nunmehr 23 Länderspielen ungeschlagenen. Angesichts der vermeintlich leichteren Gruppengegner Tunesien und Saudi-Arabien ist das Achtelfinale erreichbar.

Während Aragones wie erwartet auf den formschwachen Stürmerstar Raul verzichtete, konnte sein ukrainischer Kollege Oleg Blochin auf seinen Kapitän Schewtschenko zurückgreifen. Dessen Einsatz war wegen seiner langwierigen Knieverletzung bis zuletzt fraglich gewesen. Doch nicht Michael Ballacks künftiger Clubkollege, sondern die Spanier glänzten vor den Augen von Kronprinz Felipe und dessen Gattin Letizia.

Trotz der Hitze von 30 Grad legten sie vor 43 000 Zuschauern in Leipzig ein hohes Tempo vor und brachten die als defensivstark eingeschätzten Ukrainer immer wieder in Verlegenheit. Dagegen war Superstar Schewtschenko im Angriff der Ukrainer ein Totalausfall.

Schon nach 13 Minuten knackten die Spanier den Abwehrriegel des WM-Debütanten, der in seinen vier Testspielen ohne Gegentor geblieben war. Nach einer Ecke von Xavi lenkte Xabi Alonso vom FC Liverpool den Ball per Kopf an Torwart Alexander Schowkowski vorbei ins Netz. Vier Minuten später verwandelte der 24-jährige Villa von FC Valencia aus 25 Metern einen Freistoß.