Israelischen Quellen zufolge hatte ein Hisbollah-Trupp außerdem einen patrouillierenden Jeep der Israelis mit Panzerabwehrraketen unter Feuer genommen, sodann sollen israelische Soldaten auf libanesisches Gebiet vorgedrungen sein. Während der Kämpfe sind die zwei Soldaten entführt worden.

Unterdessen weitete die israelische Armee in der Nacht zum Mittwoch auch ihre Operationen im Gazastreifen aus. Ziel der Offensive war, den Beschuss israelischer Grenzorte zu unterbinden und einen am 28. Juni von militanten Palästinensern verschleppten Soldaten freizubekommen. Die Truppen rückten erstmals seit dem Abzug wieder in das Zentrum des Gazastreifens vor. Bei einem Luftangriff auf ein Wohngebiet im Norden Gazas kamen nach Angaben von Ärzten fünf Palästinenser ums Leben, darunter auch Kinder. Beobachter vermuten, dass die Armee mindestens im Norden des Gazastreifens eine Pufferzone einrichten will. Andere Überlegungen gehen offenbar dahin, den Streifen mit Militärkorridoren zu durchschneiden.

Vermutlich ist bei den Angriffen auch einer der meistgesuchten Bombenbauer der radikal-islamischen Hamas verletzt worden. Mohammed Deif, ein führender Kommandeur des militanten Arms der Hamas, sei bei dem Angriff auf ein Haus getroffen worden, sagte eine israelische Armeesprecherin. Israel macht Deif für zahlreiche blutige Terroranschläge verantwortlich.

Olmert und Verteidigungsminister Amir Perez hatten den Einmarsch größerer Bodentruppen in den Gazastreifen schon am Montag gebilligt. Israel hatte die Offensive "Sommerregen" am 28. Juni - drei Tage nach der Entführung eines Soldaten in den Gazastreifen - begonnen.