Im Streit um das iranische Atomprogramm hat der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani die jüngste UN-Resolution zurückgewiesen. Darin hatte der Weltsicherheitsrat das Land aufgefordert, bis zum 31. August die Urananreicherung einzustellen. "Die Resolution hat keine rechtliche Basis, und der Iran würde weder einer Resolution zustimmen, die uns unserer legitimen Rechte nach dem Atomwaffensperrvertrag beraubt, noch Drohungen und Ultimaten nachgeben", sagte Laridschani am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Teheran.

Zudem untergrabe die Resolution die Bedeutung der Internationalen Atomenergieorganisation IAEO in Wien, sagte der iranische Chefunterhändler weiter. Dies trage sicherlich nicht zu einer diplomatischen Lösung des Konfliktes bei. Teheran werde "bei Bedarf die nuklearen Aktivitäten ausweiten". Dies schließe auch die Zentrifugen mit ein. Gaszentrifugen werden zur Urananreicherung eingesetzt.

Laridschani betonte, dass der Iran weiterhin zur Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) bereit sei. In der Resolution wird der Iran aufgefordert, die Auflagen der IAEO zu erfüllen und damit den Verdacht auszuräumen, dass die Regierung Teheran Atombomben bauen will.

Der iranische Chefunterhändler sagte, Iran müsse das vom Westen vorgelegte Anreizpaket sorgfältig studieren. Mit dem Anreizpaket wollen die Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschland Teheran dazu bringen, sein Urananreicherungsprogramm einzustellen. Teheran wird unter anderem Unterstützung beim Ausbau der Atomenergie und zahlreiche wirtschaftliche Anreize angeboten, wenn das Land sein Urananreicherungsprogramm stoppt. Mit einer Antwort Teherans wird bis zum 22. August gerechnet.