Laut einem Arbeitspapier des Gesundheitsministeriums, aus dem verschiedene Zeitungen am Donnerstag berichteten, sollen die privaten Kassen ihre Zugangsbeschränkungen für Mitglieder aufheben. Demnach sollen sie weitgehend wie die gesetzlichen Versicherung arbeiten und einen einheitlichen Basistarif anbieten, dessen Leistungen denen der gesetzlichen Versicherungen entsprächen. Zugangsbeschränkungen in Form von ärztlichen Kontrolluntersuchungen vor der Aufnahme in die private Kasse entfielen.

Die Pläne könnten die Gebühren für junge Versicherte um bis zu 36 Prozent steigen lassen, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung . Die Süddeutsche Zeitung berichtet. dass nach den Plänen die Möglichkeit besteht, Altersrückstellungen beim Wechsel der Krankenkasse mitzunehmen.

Die geplanten Änderungen betreffen auch bestehende Verträge. Sie sollen in den Basistarif mit Zusatztarifen umgewandelt werden. Versicherte sollen maximal 20 Prozent ihres Einkommens für den Basisschutz aufwenden. Wird ein höherer Anteil fällig, springt ein gemeinsamer Fonds der privaten Krankenkassen ein.