Hamed Dschumaa Farid al-Saidi, der stellvertretende Führer des Terrornetzes al-Qaida im Irak, sei vor einigen Tagen in einem Privathaus gestellt worden, teilte der nationale Sicherheitsberater des Landes, Muaffak al-Rubaie, am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Bagdad mit. Die Festnahme habe nahe Bakuba stattgefunden, nicht weit von dem Ort, wo im Juni der damalige Al-Qaida-Chef im Irak, der Jordanier Abu Musab al-Sarqawi, von der US-Luftwaffe getötet wurde.

Der nun festgenommene al-Saidi sei der direkte Chef von Haithem al-Badri, der für den Anschlag auf die schiitische Moschee von Samarra verantwortlich gewesen sei. Die Zerstörung der bedeutenden Religionsstätte durch Attentäter im Februar hatte im Irak eine Welle der Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten ausgelöst. Das auch als "Goldene Moschee" bekannte Gotteshaus gilt als eines der wichtigsten Heiligtümer der schiitischen Muslime.

Al-Saidi habe sich im einem Privathaus verschanzt, wo er Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde einsetzen wollte, sagte der irakische Sicherheitsberater. Er soll hinter dem neuen Al-Qaida- Führer im Irak, Abu Ajub al-Masri, die Nummer zwei der Terrorgruppe al-Qaida im Zweistromland sein.  Al-Masri war nach dem Tod von Abu Musab al-Sarqawi im Juni zu dessen Nachfolger bestimmt worden.

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