Mit den Zusagen am ersten Tag der internationalen Geberkonferenz in Stockholm wurden die zunächst angestrebten 500 Millionen Dollar bei weitem übertroffen. Die Bundesregierung beteiligt sich am Wiederaufbau mit 22 Millionen Euro.

Das Geld fließt vor allem in den Aufbau von Notunterkünften für 30.000 Familien, in die Minenräumung sowie die Instandsetzung von Brücken und Straßen. Der libanesische Präsident Siniora betonte, es sei ein „völlig haltloses Gerücht“, dass mit den zugesagten Hilfsgeldern auch die radikal-islamische Hisbollah unterstützt werden solle.

Im Krieg zwischen der Hisbollah und Israel, der am 14. August durch eine Waffenruhe vorläufig beendet wurde, wurden große Teile der Infrastruktur im Libanon und ganze Dörfer im Süden des Landes sowie Teile der Hauptstadt zerstört. Etwa 1100 Libanesen und 150 Israelis starben. Nach wie vor besteht eine israelische Luft- und Seeblockade des Libanon.