Bei der schweren Bombenexplosion in der überwiegend von Kurden bewohnten Stadt Diyarbakir wurden sieben Menschen sofort getötet. Vier weitere starben nach Angaben des Senders CNN-Türk in der Nacht im Krankenhaus. Mindestens 17 Personen wurden verletzt. Unter den Getöteten sind den Berichten zufolge mehrere Kinder.

Eindeutige Hinweise auf die Bombenleger oder ein Bekennerschreiben gab es zunächst nicht. Der möglicherweise ferngezündete Sprengsatz war an einer Bushaltestelle am Rande eines Parks explodiert. Vermutungen zufolge könnte die Bombe auch versehentlich an dieser Stelle detoniert sein, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV. Demnach wäre das eigentliche Ziel des Anschlags ein anderes gewesen.

Bereits Ende August waren bei einer Bombenserie in türkischen Touristengebieten im Südwesten des Landes drei Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden, darunter auch ausländische Touristen. Zu den Explosionen in Antalya und Marmaris - unter anderem in einem Bus - hatten sich kurdische Extremisten bekannt. Die Freiheitsfalken Kurdistans, eine Splittergruppe der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, hatten in ihren Bekennerschreiben mit weiteren Anschlägen gedroht.