Das Warten hat ein Ende: Endlich also trifft Papst Benedikt XVI. zu seinem sechstägigen Besuch in der Bundesrepublik - oder vielmehr in Bayern - ein. Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen den Papst mit militärischen Ehren begrüßen, nachdem die Sondermaschine des Kirchenoberhaupts am Samstag gegen 15.30 Uhr auf dem Münchner Flughafen gelandet ist.

Auch Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, werden an der Begrüßungszeremonie teilnehmen. Anschließend ist ein Fahrt mit dem Papa-Mobil vorgesehen: Der Papst wird in die Münchner Innenstadt fahren, und den Gläubigen an den Straßen zuzwinken.

Am frühen Abend dann will der Papst an der Mariensäule am Marienplatz - mitten im Herzen von München - ein Gebet sprechen. Am Abend stehen persönliche Gespräche mit Köhler, Merkel und Stoiber in der Münchner Residenz auf dem Programm. Danach fährt Joseph Ratzinger zum Erzbischofshof in der Innenstadt, wo er während seines Aufenthalts in München wohnen wird.

Der 79-jährige bleibt bis Donnerstag. Er besucht ausschließlich seine bayerische Heimat. Stationen sind nach München der Marien- Wallfahrtsort Altötting, sein Geburtsort Marktl am Inn, Regensburg und Freising. Mit allen Orten verbinden Ratzinger Erinnerungen seines Lebenswegs. Der Papst hat seine Reise unter das religiöse Motto "Wer glaubt, ist nie allein" gestellt.

Höhepunkte der Reise sind zwei Gottesdienste unter freiem Himmel am Sonntag in München und am Dienstag bei Regensburg, zu denen hunderttausende Menschen erwartet werden. Die Polizei geht davon, dass allein am Wochenende in München mehr als eine halbe Million Gläubige und Schaulustige die Straßen säumen und die Papstmesse besuchen werden.