Wie die Regierung der Kanareninseln berichtet, wurden 18 gesundheitlich angeschlagene Migranten in den südlichen Hafen von Los Cristianos gebracht. Die übrigen 198 Flüchtlinge sollen am Freitagvormittag die Hauptstadt Teneriffas, Santa Cruz, erreichen. Unter ihnen befindet sich die senegalesische Bootsmannschaft.

Das Fischerboot mit den nach ersten Angaben aus Pakistan stammenden Flüchtlingen wurde vier Seemeilen vor der kanarischen Küste entdeckt. Nach einer Inspektion durch die spanische Polizei wurden die Immigranten von den Behörden als Schiffbrüchige anerkannt. Damit hält sich Spanien an die Vorgaben des Internationalen Übereinkommens der Vereinten Nationen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See .

Nach Informationen der spanischen Tageszeitung El País ist die Mehrzahl der Flüchtlinge im westafrikanischen Guinea-Bissau an Bord gegangen, wo sie mehrere Wochen gewartet hatten.

Das ursprünglich aus Senegal stammende Flüchtlingsboot wurde am Donnerstagnachmittag von Bewohnern Teneriffas gesichtet, die die Behörden unterrichteten. Die Flüchtlinge haben demnach auch die verstärkte Überwachung der spanischen und internationalen Gewässer durch die Marine umgehen können.

In diesem Jahr sind bereits über 24.000 Bootsflüchtlinge auf den Kanarischen Inseln gelandet. Bisher stammen diese in ihrer großen Mehrzahl jedoch aus afrikanischen Ländern.

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