An Gerüchten über die Zukunft des Kölner Magazins Spex mangelt es nicht. In Zeitungen und Internetmedien, aber auch hinter manch verschlossener Tür wird wild spekuliert. Viele Musikfreunde beteiligen sich an diesen Mutmaßungen, nicht nur Kenner der Interna, denn Spex versteht sich als das deutsche Zentralorgan in Sachen Popkultur. Und gerade jetzt, zur Berliner Popkomm, der größten Musik-Messe der Welt, schwillt das Raunen wieder an.

Vom Ende der Ära Spex ist die Rede, von Überlegungen des Münchner Verlages Piranha, die Spex mit dem hauseigenen Magazin Groove zu vereinen, von heftigen Zerwürfnissen in Verlag und Redaktion.

„Alles Quatsch!“, sagt Chefredakteur Uwe Viehmann, von uns dazu befragt. „Alles, was es über diese Gerüchte zu sagen gibt, steht im letzten Editorial.“

Und da steht: „Der bereits zweimal angekündigte SPEX-Umzug nach Berlin wird in diesem Jahr … nicht stattfinden. Redaktion und Verlag arbeiten bis mindestens zur berühmt-berüchtigten Jahresrückblicksnummer (Januar/Februar-Heft) garantiert in der gewohnten Besetzung am bewährten Standort Köln weiter und stecken in der Zwischenzeit die Köpfe noch einmal zusammen. Damit wäre die in diesen Tagen oft gestellte Frage nach der nahen Zukunft der SPEX beantwortet. Die etwas weiter entfernte wird mit frischen Ideen und neuen Konzepten angegangen. Wir sind gespannt, was wir zusammen auf die Reihe kriegen.“

Ganz so harmonisch, wie es sich hier darstellt, wird es nicht zugehen. Zwar sind die unmittelbaren Probleme vom Tisch, aber die wie auch immer geartete Zukunft liegt nur wenige Monate entfernt und sie ist völlig unklar. Was über das Jahr 2006 hinaus geplant ist, muss sich noch weisen.

Im Februar dieses Jahres hatte die taz gemeldet: „Das Popmagazin verlässt seine Geburtstadt Köln.“ Ende August kam die gegenteilige Nachricht, auch in der taz : „ Spex bleibt in Köln.“