Es soll Sachen geben, die einem Flügel verleihen. Damit geht es hoch hinaus. Um beim Fußball hoch und groß raus zukommen, braucht es zudem viel Geld. Dem Oberligisten Sachsen Leipzig scheint beides bevorzustehen.

Knapp 45000 Zuschauer passen in das Leipziger Zentralstadion. Nach dem Berliner Olympiastadion ist es damit die zweitgrößte Spielstätte in Ostdeutschland. Regelmäßig treten hier im ehemaligen WM-Stadion die von Eduard Geyer trainierten Fußballer des FC Sachsen Leipzig an, zu Punktspielen in der Oberliga Nordost Süd. Beim vergangenen Heimspiel gegen den VfB 09 Pößneck wurden 1533 Gäste gezählt. Der Ball hat RUND zu sein, so stand es geschrieben im Notizbuch Sepp Herbergers. Dass der Ball auch Ecken und Kanten haben kann, zeigt das Fußballmagazin RUND . RUND als Abonnement »

Eigentlich will der Traditionsverein aus Leipzig aufsteigen, doch der sportliche Erfolg lässt auf sich warten - derzeit belegt das Team Platz acht. Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtete, sind die Verantwortlichen des FC Sachsen deshalb seit Monaten auf der Suche nach einem finanzkräftigen Unterstützer, der Leipzig und Fußballbundesliga zusammenführt.

Nun, so scheint es, haben sie einen wichtigen Kontakt zu einem Österreicher geschlossen. Red Bull heißt der neue potenzielle Megasponsor. Der Energydrink-Vermarkter und sein Firmengründer Dietrich Mateschitz unterstützen bereits in Österreich Red Bull Salzburg und in den USA Red Bull New York.

Wenn Leipzig zum ersten Red-Bull-Team im deutschen Fußball wird, soll sich bei den Sachsen einiges tun: Namens- und TV-Rechte gehen dann an die Österreicher; das Logo mit den Flügeln kommt aufs Dach des Zentralstadions; bis zu 50 Millionen Euro sollen helfen, die Sachsen bis in den Uefa-Cup zu führen. Dann wären im Zentralstadion oder Red Bull Stadion vielleicht auch die knapp 45000 Plätze besetzt.

Von Steffen Dobbert für das Fußballmagazin RUND »