Bundeskanzlerin Angela Merkel und Israels Ministerpräsident Ehud Olmert sind am Dienstag in Berlin zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Treffens im Kanzleramt stehen das iranische Atomprogramm, die Lage im Libanon sowie neue Initiativen zur Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern.

Nach israelischen Angaben waren Merkel und Olmert bereits am Montagabend zu einem nicht angekündigten Gespräch zusammengekommen. Bei dem dreistündigen Treffen sei über Iran und den Nahost-Konflikt gesprochen worden. Von offizieller deutscher Seite wurde dieses Treffen nicht bestätigt.

Unklar blieb zunächst, ob dabei auch der Fall der beiden im Juli von der pro-iranischen Hisbollah in den Libanon verschleppten israelischen Soldaten zur Sprache kam. Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Ernst Uhrlau, bemüht sich um eine Lösung mit dem Ziel, einen Gefangenenaustausch zu erreichen.

Olmert hatte zum Auftakt seines ersten Deutschland-Besuchs als Ministerpräsident am Dienstagmorgen die Gedenkstätte am Bahnhof Grunewald besucht. Dort hatte er der von den Nationalsozialisten ermordeten sechs Millionen Juden gedacht.

Der israelische Regierungschef, der auch mit Bundespräsident Horst Köhler zusammentrifft, sorgte nach seiner Ankunft in Berlin mit Aussagen zu Atomwaffen im eigenen Land für Aufsehen. Die israelische Opposition wertete Äußerungen Olmerts in einem deutschen Fernsehinterview als erstmaliges Eingeständnis dafür, dass der jüdische Staat über eigene Kernwaffen verfügt.

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