Thommy F. geht in der Nähe von Washington zur Highschool – und ist Unterboss einer Mafiafamilie in Second Life.

ZEIT online: Wie sind Mafias in Second Life organisiert?

Thommy F.: "Mafia" kann hier vieles bedeuten. Es gibt riesige Clans, aber die brechen leicht auseinander. Ich gehöre zu einer kleinen Gruppe von Geschäftsleuten, die sehr eng zusammenarbeiten.

ZEIT online: Welche Art von Geschäften macht ihr?

Thommy F.: Einige sind im Glücksspielgeschäft, andere kümmern sich um Cyber-Prostitution und wieder andere tun Dinge, die nicht so legal sind – aber da möchte ich lieber nicht in die Tiefe gehen.

ZEIT online: Nicht so legal?

Thommy F.: Du musst verstehen, dass ich das nicht ausführen kann. Nur so viel: Einen großen Teil der Zeit verwenden wir darauf, andere zu täuschen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Das ist eine einfache Art, an Geld zu kommen.

ZEIT online: Ist es in Second Life möglich, andere zu bedrohen oder zu verletzen?

Thommy F.: Zugegeben, bei Neulingen ist das schwer. Aber wenn Du ein eigenes Geschäft betreibst, können wir das ruinieren.