Seit Jahren steigen die Preise für Strom, Öl und Gas, auch der Energiebedarf nimmt stetig zu. Damit wächst allerdings zugleich die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten – von der Belastung für unsere Umwelt ganz zu schweigen. Ein effizienter Umgang mit der verfügbaren Energie hätte dagegen nicht nur ökologische Vorteile: Der sparsame Umgang mit Energie macht sich schnell bezahlt, wie die folgenden Ratschläge zeigen.

Ersetzen Sie herkömmliche Glühbirnen durch Energiesparlampen

Festtagsbeleuchtung sollte sich auf ebensolche Tage beschränken. Für den Rest des Jahres empfiehlt sich eine sparsamere Illumination – und zwar dort, wo das Licht nicht nur für kurze Zeit gebraucht wird. Energiesparlampen verbrauchen etwa 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen, da diese mehr als 90 Prozent des Stroms nutzlos in Wärme umwandeln. Eine Energiesparlampe mit 11 Watt liefert die gleiche Lichtmenge wie eine Glühlampe mit 60 Watt. Ein weiterer Vorteil: Energiesparlampen haben eine zehnmal längere Lebensdauer. Der höhere Kaufpreis wird durch die wesentlich niedrigeren Betriebskosten wettgemacht. Gewöhnliche Glühlampen sollte man im Badezimmer oder an Arbeitsflächen anbringen; im besten Fall an Orten, die nur für kurze Zeit beleuchtet werden. Energiesparlampen benötigen nämlich eine Aufheizphase von einigen Minuten, um ihre volle Helligkeit zu entfalten.

Verwenden Sie Zwischenstecker mit Schalter oder schaltbare Steckdosenleisten

Viele Elektrogeräte verbrauchen Strom, obwohl sie "eigentlich" ausgeschaltet sind. Beobachten kann man dies an Ladegeräten: leises Brummen und starke Erhitzung zeugen von einer Stromverschwendung, die den Verbraucher Jahr für Jahr unnötig Geld kostet. Auch Geräte im Standby-Modus bleiben mit dem Stromnetz verbunden. Die dadurch verursachten Stromkosten addieren sich pro Haushalt und Jahr auf 65 bis 120 Euro, je nach Geräteausstattung und -anzahl. Wie viel Strom könnte man stattdessen einsparen? Die Bilanz ist ernüchternd: die jährlich vergeudete Strommenge aller Haushalte in Deutschland entspricht fast der Jahresproduktion von zwei größeren Atomkraftwerken. Das sind rund 22 Milliarden Kilowattstunden – mehr, als die Städte Hamburg und Berlin zusammen verbrauchen. Dabei ließe sich diese Energieverschwendung völlig unproblematisch beheben. Ein einfacher Zwischenstecker mit Schalter oder eine schaltbare Steckdosenleiste unterbrechen die unnötige Stromzufuhr.

Achten Sie beim Kauf einer Waschmaschine auf die Energieeffizienzklasse

Fast 55 Prozent des privaten Stromverbrauchs gehen auf das Konto von Kühlschrank, Waschmaschine und Elektroherd. Wer beim Kauf dieser Geräte auf den Energieverbrauch achtet, ist vor bösen Überraschungen gefeit. Sparsame Geräte besitzen die Energieeffizienzklasse A++, das entspricht dem niedrigsten Stromverbrauch auf einer Skala von A bis G. Effiziente Technik senkt die Kosten, ersetzt aber nicht ein bewusstes Nutzerverhalten. Kühlgeräte sollten deshalb an kühlen und gut belüfteten Stellen stehen. Außerdem empfiehlt es sich, keine heißen Speisen in den Kühlschrank zu stellen und das Gerät regelmäßig abzutauen. Andernfalls kommt es zu verstärkter Eisbildung, die ihrerseits einen höheren Stromverbrauch verursacht. Was noch? Der Kühlschrank muss nicht größer sein als nötig, eine Mindesttemperatur von 7 Grad C reicht völlig aus. Auch bei Waschmaschinen sollte man auf die Energieeffizienzklasse achten. Und: je geringer Waschtemperatur und Waschdauer, desto weniger Strom wird verbraucht.