Seit seiner Auflage macht der NAI pro Jahr ein Plus von 15,6 Prozent. Immerhin: In Anlegerkreisen gilt der Index als konsequenteste Umsetzung der Idee "grüner Geldanlagen". Anleger, denen Umweltschutz und soziale Verantwortung wichtig sind, können zwischen 30 Aktien wählen, denn so viele Werte sind seit Jahresanfang im NAI vertreten. Wer die Auswahl nicht selber treffen möchte, kann auch Fonds nehmen.

Seit 10 Jahren

Der Natur-Aktien-Index wurde im April 1997 aufgelegt. Er ist ein Preisindex, Dividenden sind nicht enthalten. Seit Jahresbeginn ist die Mitgliederzahl von 25 auf 30 angestiegen. Ein Ausschuss entscheidet, welche Werte in den Index aufgenommen werden. Bei der Auswahl achtet der Ausschuss auf einen Mix aus kleinen und großen Unternehmen und auch auf die Branchenzugehörigkeit. Zum Jahresbeginn werden alle Werte gleich gewichtet. Erst im Laufe des Jahres verstärkt sich der Anteil der Papiere, die gut laufen. Zum nächsten Jahr wird dann das Gleichgewicht wieder hergestellt.

Ökologisch-soziale Aspekte

Die Unternehmen im NAI müssen vor allem nach ökologisch-sozialen Aspekten arbeiten. Von Anfang an dabei sind etwa die französische Firma Boiron und der japanische Fahrradteilbauer Shimano. Seit Jahresbeginn ist auch der amerikanische Biowarengroßhändler United Natural Foods im NAI gelistet. Der Schuhhersteller Timberland verschwand dagegen aus dem Index, weil er für seine Zulieferer keine sozialverträglichen Arbeitsbedingungen mehr garantieren konnte. Allerdings sind Übernahmen der Hauptgrund für Ausschlüsse. Das betraf zum Beispiel den Kosmetikproduzenten Body Shop nach der Übernahme durch L'Oreal und den Eiscremehersteller Ben & Jerrys nach dem Kauf durch Unilever.