Heute ist ja Valentinstag. Das wäre eigentlich eine schöne Gelegenheit, einmal über etwas anderes als den schnöden Mammon zu schreiben. Halt über die schönen Dinge des Lebens. Aber da gibt es leider viel kompetentere Autoren als den Kolumnisten. Erwähnt werden sollte allerdings, dass das persönliche Glücksniveau eines Menschen durch einen größeren Geldgewinn nur für ein paar Wochen, bestenfalls aber einige Monate nach oben katapultiert wird. So sagen es jedenfalls die Psychologen. Danach sinkt es wieder in Richtung des Ausgangsniveaus.

Andererseits ist an dem Spruch "Geld allein macht nicht glücklich – aber es hilft ungemein" zweifellos viel Wahres dran. Gerade deshalb sei jedoch allen Paaren, aber auch Singles an dieser Stelle zugerufen, dass die Rendite eines Geldscheins auch in einem strahlenden Lächeln oder einem Herzen bestehen kann, das einem zugeworfen wird. Man muss die Banknote nur mal für einen Blumenstrauß oder ein anderes kleines Geschenk ausgeben.

Glücklich wären viele Leser der Lebenslagen aber auch, wenn es mehr Fachleute gäbe, die ihnen kompetent und wirklich unabhängig Tipps und gute Ratschläge geben, wie sie ihr Geld am jeweils besten anlegen können. Vor einigen Wochen hatte ich an dieser Stelle aufgerufen, uns diesbezügliche Erfahrungen mitzuteilen. Die Zuschriften brachte einmal mehr zutage, wie schwierig es ist, wirklich brauchbare und vertrauenswürdige Hilfe  zu bekommen.

Viele frustrierte Anleger haben daraus mittlerweile ihre Konsequenzen gezogen und eine Art Do-it-yourself-Baukastensystem aufgezogen, wie Leserin Rosemarie A. exemplarisch beschreibt. Sie empfiehlt in Sachen Geldanlage ganz intensiv das Internet, aber auch Wirtschaftsmagazine und Börsenjournale zu nutzen, selbst wenn die Qualität der Tipps  stark schwankt – das tut sie allerdings bei Bankberatern auch.

Im Netz finden sich zum Beispiel Hinweise auf (Online-)Fondsvermittler, bei denen der Kauf zahlreicher Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag möglich ist. Die Hilfe eines Bankberaters nutzt Leserin A. nur noch, wenn es darum geht, technische Detailinformationen zu bekommen – etwa unter mehreren vergleichbaren Zertifikaten das günstigste herauszusuchen – oder um eine Order aufzugeben.

Seine Wut vom Leibe geschrieben hat sich auch Klaus J. aus Köln, der äußerst negative Erfahrungen mit dem Berater eines bekannten Finanzvertriebs gemacht hat. Was bei einem Beratungsgespräch zu beachten ist und welche Gefahrenpunkte und Fußangeln es gibt, wurde vor vier Wochen an dieser Stelle bereits aufgelistet ( siehe Kolumne vom 10.1. ). Auf ein paar zusätzliche Aspekte, die damals unerwähnt blieben, weist Leser J. jedoch ausdrücklich hin, weil sie in seinem Fall ganz entscheidend zum schlechten Ergebnis geführt haben.