Die USA wollen in den kommenden Monaten an zwei Irak-Konferenzen teilnehmen, auf denen es auch zu Gesprächen mit den Erzfeinden Iran und Syrien kommen könnte. An der ersten Konferenz kommenden Monat in Bagdad sollten vor allem Vertreter der USA und der irakischen Nachbarstaaten auf mittlerer Ebene zusammenkommen, um über eine Eindämmung der Gewalt im Irak zu sprechen, sagte US-Außenamtssprecher Sean McCormack am Dienstag. Er schloss nicht aus, dass es am Rande der Konferenz auch zu bilateralen Gesprächen mit den Iranern kommen könnte.

Im April will die irakische Regierung dann eine zweite Konferenz mit hochrangigen Vertreter seiner Nachbarn sowie der wichtigsten Industrienationen abhalten. Auch hier solle über Wege beraten werden, wie die Lage im Irak stabilisiert werden könne, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice in Washington. An dem Treffen sollen Minister der acht wichtigsten Industrienationen (G8) sowie der irakischen Nachbarstaaten teilnehmen. Das März-Treffen könnte dabei als Vorbereitung auf die April-Konferenz genutzt werden, sagte Rice. Sie hoffe, dass Iran und Syrien die Einladung der Iraker annehmen würden.

US-Präsident George W. Bush hat direkte Gespräche mit dem Iran ausgeschlossen, so lange die Islamische Republik nicht ihre Urananreicherung stoppt. Der Iran steht im Verdacht, Atomwaffen bauen zu wollen. Syrien wird von Bush vorgeworfen, die radikal-islamische Hisbollah zu unterstützen und die Demokratie im Nachbarland Libanon zu gefährden.

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