DSL-Service: Lausig

Die Deutschen lieben DSL – und wissen den heftigen Wettbewerb um die schnellen Internetanschlüsse weidlich zu nutzen. In diesem Jahr könnte mit vier Millionen Neuanschlüssen ein weiterer Rekord aufgestellt werden. Doch offensichtlich sind die Telefongesellschaften dem Ansturm nicht gewachsen. Grobe Patzer beim Service seien an der Tagesordnung, schreibt das Fachblatt c’t magazin für computertechnik in seiner jüngsten Ausgabe. Schlimmer noch: Fehlerhafte Rechnungen wiesen manchmal grotesk hohe Beträge aus. Der Kampf der Kunden und die schlimmsten bekannt gewordenen Fälle verschiedener Anbieter werden ausführlich dokumentiert.

Nicht nur die Deutsche Telekom liefert drastische Beispiele für das Versagen einer ganzen Branche. Deren Konkurrenten wiesen dem Exmonopolisten zwar gern die Schuld bei Pannen zu, stattdessen sollten sie aber lieber "vor ihrer eigenen Haustüre kehren", mahnen die Rechercheure. Bemerkenswert ihr Fazit: "Wer derzeit den Anbieter wechseln will, sollte sich das gut überlegen." Das Risiko, am Ende wochen- oder gar monatelang ohne Telefon und DSL dazustehen, sei derzeit deutlich höher als die Chance, einen Dreier im Lotto zu tippen.

Telekom: Turbulent

Bei der Telekom eskaliert der Streit zwischen dem neuen Vorstandschef René Obermann und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di . Dort führt Lothar Schröder in Sachen Telekom das Wort; er sitzt im Bundesvorstand der Gewerkschaft sowie im Aufsichtsrat des Konzerns, der Europas größte Telefongesellschaft ist. In der Hoffnung, eine Personalchefin seiner Wahl im Konzern installieren zu können, gab sich Schröder bei Obermanns Amtsantritt im November noch moderat. Doch die von ihm favorisierte Kandidatin wurde ebenso schnell wie gründlich demontiert – und zog ihre Bewerbung schließlich zurück. Deshalb übernahm Finanzchef Karl-Gerhard Eick im Zweitjob und kommissarisch die Verantwortung für die weltweit 244000 Mitarbeiter des Konzerns.