Der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad reist am Samstag zu einem zweitägigen Besuch in die saudische Hauptstadt Riad. Das wurde am Freitag in Teheran bestätigt. Sein erster offizieller Besuch bei der saudischen Führung diene dazu, die Situation im Nahen Osten sowie jüngste Entwicklungen in der islamischen Welt zu diskutieren, hieß es.

Beobachter werteten die Ankündigung deshalb als ungewöhnlich, weil Saudi-Arabien als strategischer Verbündeter der USA gilt. Auch die blutigen Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten im Irak, der an beide Länder grenzt, bringen das wahabitische Saudi-Arabien und den schiitischen Iran in gegensätzliche Positionen.

Ahmadineschads Reise geht großen diplomatischen Ereignissen in der Region voraus. Am 10. März soll in Bagdad erstmals eine internationale Konferenz über die Lage im Irak stattfinden, an der sich neben den USA auch Iran und Syrien beteiligen werden.

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