Die Drogenbeauftragten der Bundesregierung und die der Unionsfraktion, Sabine Bätzing (SPD) und Maria Eichhorn (CSU), haben einen entsprechenden Plan der Europäischen Union begrüßt, der vorsieht, die Grenze für Alkoholkonsum europaweit bei 18 Jahren einzuziehen.

Bätzing beunruhigt besonders eine "Tendenz zum ... hemmungslosen Zuknallen". Mehr als jeder Dritte im Alter zwischen zwölf und 25 Jahren habe im vergangenen Monat mindestens einmal mehr als fünf Gläser Alkohol zu sich genommen. Erst in den vergangenen Tagen hatte der Fall eines 16-Jährigen aus Berlin für Schlagzeilen gesorgt. Der Jugendliche hatte über 40 Gläser Tequila getrunken und war danach ins Koma gefallen.

"Wenn man den Jugendschutz ernst nimmt, muss man die Abgabe von Alkohol an Unter-18-Jährige unterbinden", sagte auch der drogenpolitische Sprecher der Grünen, Harald Terpe. Dagegen rügte sein Kollege von der FDP, Detlev Pfarr, die Idee. "Über Repression ist wenig zu erreichen." Die jungen Leute müssten lernen, verantwortungsbewusst mit Alkohol umzugehen.

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