München - Nach dem schnellsten Tor in der Geschichte der Champions League ist der zu alter Stärke zurückgekehrte FC Bayern München zum achten Mal ins Viertelfinale eingezogen. Beim 2:1 (1:0) gegen Real Madrid sorgte Torjäger Roy Makaay bereits nach zehn Sekunden für die Initialzündung, die den deutschen Fußball-Rekordmeister zu einer seiner besten Saisonleistungen beflügelte. Auch das Kopfballtor von Lucio (66.) konnte vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena aber noch nicht die letzten Zweifel an einer erfolgreichen Münchner Aufholjagd nach dem 2:3 aus dem Hinspiel beseitigen.

Real-Treffer wegen Handspiels nicht anerkannt

Denn sieben Minuten vor dem Ende nutzte Ruud van Nistelrooy einen Elfmeter nach einem umstrittenen Foul von Lucio an Robinho zum 2:1. Bei einer Rangelei als Folge der Strafstoß-Entscheidung schickte Schiedsrichter Lubos Michel Bayerns Antreiber Mark van Bommel mit Gelb-Rot vom Feld. Real-Spieler Diarra sah die Rote Karte. Danach hatten die Bayern noch eine dramatische Schlussphase zu überstehen. In der 90. Minute erkannte Referee Michel einen Treffer von Ramos wegen Handspiels nicht an.

Vielleicht ein gutes Omen für die Münchner: Zuletzt hatten sie den spanischen Rekordmeister in der Saison 2000/2001 auf dem Weg zu ihrem Champions-League-Triumph aus dem Wettbewerb geworfen. In der Runde der letzten Acht, die am Freitag ausgelost wird, müssen die Münchner zunächst allerdings auf Bommel verzichten.

Van Bommel treibt Bayern an

Selbstsicher statt verkrampft, entschlossen statt zögerlich - 15 Tage nach der verdienten Niederlage im Bernabeu-Stadion unterstrichen die Bayern auch auf internationaler Bühne eindrucksvoll ihren Aufwärtstrend. Angetrieben von dem laufstarken van Bommel ließen die Münchner dem Europacup-Rekordsieger kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Einzig mit der Chancenauswertung durfte Trainer Ottmar Hitzfeld nicht zufrieden sein. Die Abwehr um Lucio, der nach auskurierter Zehenprellung eine souveräne Leistung bot, stand anders als in Madrid sicher.