Die Organisation rechnet künftig mit mehr Todesfällen, Erkrankungen und Verletzungen durch Wetterextreme wie Überflutungen, Stürme und Hitzewellen. Auch die Zahl von Herz- und Atemwegleiden durch steigende Ozonkonzentrationen sowie Durchfallerkrankungen und anderen lebensmittel- und wasserbedingten Leiden würden zunehmen. Außerdem steige das Risiko von Infektions- und Atemwegerkrankungen durch Mangelernährung, die vor allem Kinder treffe. Erfrierungen könnten dagegen mancherorts seltener werden.

Die Klimawandelfolgen träfen vor allem künftige Generationen und gefährdeten die von den Vereinten Nationen beschlossenen Millenniumsziele, warnte die WHO. Die Welt müsse dringend einen Ausweg beschreiten.

Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek- Zeul (SPD) hatte bereits am Donnerstag besondere Anstrengungen der Industrienationen für den Klimaschutz angemahnt. Für die ärmsten Entwicklungsländer, die am meisten unter den dramatischen Folgen des Klimawandels zu leiden hätten, seien zusätzliche finanzielle Hilfen notwendig, sagte die Ministerin in Berlin.

"Die Industrieländer stehen in der Verantwortung. Sie müssen ihre Emissionen radikal reduzieren" - und den Entwicklungsländern bei der Anpassung an den Klimawandel finanziell unter die Arme greifen, sagte die Ministerin. Wie gesagt: Ein frommer Wunsch. Denn dazu müssten sich auch die USA und China zu den absehbaren Folgen des Klimawandels bekennen.

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