An der Hochschule im US-Bundesstaat Virginia, wo ein Amokläufer Dutzende Menschen getötet hat, sind auch Deutsche eingeschrieben. Die Technische Universität Darmstadt teilte am Dienstag mit, dass sich derzeit insgesamt sechs Studenten und Nachwuchswissenschaftler im Rahmen von Austauschprogrammen an der Partneruniversität in Blacksburg aufhielten. Sie alle seien aber wohlauf. Die Universität stünde in ständigen Kontakt zu den Studenten und Nachwuchswissenschaftlern.Die beiden Studenten der Virginia Tech, die momentan an der TU Darmstadt studierten, würden persönlich betreut. In der Erklärung hieß es weiter, die Darmstädter Universität trauere um die Opfer des Amoklaufs an der Partner-Einrichtung. Das tiefe Mitgefühl gelte den Angehörigen und Freunden der Opfer.In einer Mail an den Präsidenten der Virginia Tech, Charles Steger, drückte Reiner Anderl, Vize-Präsident der TU Darmstadt und Adjunct Professor an der Virginia Tech, die große Bestürzung über die Tat aus. Anderl schrieb unter anderem: "Für das, was passiert ist, kann ich keine Worte finden. Wenn Sie Hilfe brauchen, lassen Sie es uns bitte wissen. Wir teilen das Leid und sind in dieser harten Zeit bei Ihnen."Eine Delegation der TU Darmstadt, die derzeit auf einer Reise zu den Partner-Universitäten in den USA ist, hat sich auf den Weg zur Virginia Tech gemacht, um dort die Darmstädter Studenten zu besuchen und Hilfe anzubieten. Das International Office der Virginia Tech hat das Angebot zur Unterstützung dankbar angenommen.Seit dem Frühjahr 2004 arbeitet die TU mit der Virginia Tech eng zusammen. Besonders in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik und Bauingenieurwesen bestünde ein reger wissenschaftlicher Austausch.