Junges Glück leben in Hamburg und machen Gitarrenpop. In ihrer Geschichte gibt es personelle Überschneidungen mit Bands wie Schrottgrenze und Janka. Ihr Manager steht auch hinter Tomte. Schublade auf, den Ordner "Hamburger Schule" rausgesucht, Musik rein, Schublade zu. Kann man machen, muss man aber nicht.

Junges Glück haben gerade ihr zweites Album Raus Aus Flüsterleben veröffentlicht. Niclas Breslein schreibt all ihre Songs. Schneidig schlägt er die Gitarre. Und meint den inneren Schweinehund: "Ich kann nicht aus meiner Haut", singt er melodiös, "meistens nicht mal aus der Wohnung. Ich lieg’ chamäleonfarben eingebrannt ins Teppichmuster." Oder: "Vertrau mir nicht, auf halber Strecke lass’ ich dich zurück." Droht das Ganze zu selbstbezogen zu werden, helfen der Druck der Musik und eine Schaufel Klangdreck – die Band hat ihre Wurzeln im Punk.

Auf die gemeine Frage nach seinen ersten Platten antwortet Breslein offenbar wahrheitsgemäß. Diese Mischung hätte sich niemand spontan ausgedacht: Hören Sie hier das Audiointerview von Matias Boem  (Leider ist dieser Link aus technischen Gründen nicht mehr verfügbar.)