Wie die Zeitung Göteborgs-Posten am Montag berichtete, soll BMW zu den Kaufinteressenten gehören und schon Einsicht in die Volvo-Geschäftsbücher genommen haben. Ein BMW-Sprecher wollte das nicht kommentieren. "An solchen Spekulationen beteiligen wir uns grundsätzlich nicht", sagte er.

Göteborgs-Posten bezeichnete eine Übernahme von Volvo durch BMW allerdings selbst wegen zu geringer Synergie-Effekte als eher unwahrscheinlich. Als realistischerer Kandidat gilt der französisch-japanische Konzern Renault-Nissan. Das Blatt nannte auch einen Zusammenschluss mit der ebenfalls sehr erfolgreichen Lkw-Sparte von Volvo als denkbare Zukunftsvariante. Ford hatte die Pkw-Sparte von Volvo 1999 übernommen. Die Marke ist ein Bestandteil der Premium-Gruppe des Unternehmens, zu der auch Jaguar und Land Rover gehören.

Auch die Financial Times berichtete, Ford habe mehreren Kaufinteressenten schon detaillierte Auskünfte über die Lage bei Volvo zugestellt. Das schwedische Traditionsunternehmen hatte 1999 seine Lastwagen- und Bussparte als selbstständige Einheit behalten und die Personenwagensparte für 50 Milliarden Kronen, etwa 5,5 Milliarden Euro, an Ford verkauft.