Bei dem Urnengang lag die PSOE von Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero nach Ergebnissen vom Montag mit 34,9 Prozent der Stimmen knapp hinter der oppositionellen Volkspartei (PP). Dieser erklärte sich mit 35,6 Prozent der Stimmen zum Sieger der Wahl vom Sonntag.

Die PP sitzt nun insbesondere in Madrid fester im Sattel denn je: Sowohl in der Stadt als auch in der autonomen Umlandregion konnten die Konservativen ihre führende Position mit klaren Wahlsiegen ausbauen. PP-Chef Mariano Rajoy sieht seine Partei jetzt mit Rückenwind in die im März 2008 anstehenden Parlamentswahlen gehen, bei denen die Konservativen die noch immer schmerzende Wahlschlappe von 2004 ausbügeln wollen: "Vor sieben Jahren war die PP die stärkste Partei Spaniens. Jetzt sind wir es wieder", sagte Rajoy auf einer Wahlfeier in Madrid an der Seite von Bürgermeister Alberto Ruiz-Gallardon.

Im Baskenland setzte sich hingegen die regierende konservativ-nationalistische PNV bei den Kommunalwahlen als stärkste Kraft durch. In der Region waren auf kommunaler Ebene hunderte Kandidaten wegen ihrer Nähe zur verbotenen Separatisten-Partei Batasuna von der Wahl ausgeschlossen worden. Im Vorfeld des Urnengangs war es dort zu Ausschreitungen gekommen.

Spaniens Konservative hatten im Wahlkampf insbesondere eine zu nachgiebige Politik der Regierung gegenüber der baskischen Separatistengruppe ETA angeprangert. In Madrid verübte die ETA Ende vergangenen Jahres in einem Parkhaus des Flughafens einen Bombenanschlag, bei dem zwei Menschen starben. Danach beendete Zapatero den zuvor vorsichtig eingeleiteten Friedensdialog mit der Gruppe abrupt. Nach den Anschlägen auf Pendlerzüge in Madrid im März 2004 waren Zapateros Sozialisten bei den Parlamentswahlen an die Macht gekommen. Die Konservativen hatten die von Moslemextremisten begangenen Anschläge vorschnell der ETA zugeschrieben, wodurch die Regierung in der öffentlichen Wahrnehmung ins Zwielicht geriet und die Wahlen schließlich verlor.

Die Sozialisten konnten bei den Wahlen an Pfingsten nun die Macht im Rathaus ihrer katalanischen Hochburg Barcelona sowie im andalusischen Sevilla erfolgreich verteidigen. Bei den Wahlen zu insgesamt 13 der 17 Regionalparlamente zeichneten sich nur zwei Machtwechsel ab: In Navarra muss die konservative Regionalgruppierung UPN nach Verlusten möglicherweise die Regierungsbänke räumen. Auf den Balearen droht dem konservativen Regionalpräsidenten Jaume Matas dasselbe Schicksal, sollten die Sozialisten sich mit kleineren Parteien im Parlament zusammentun.