Pünktlich um 7:00 Uhr am Morgen wurden die beiden Tore an den Zufahrtsstraßen, die in das 291 Seelen umfassende Ostseebad führen, geschlossen. Ein zwölf Kilometer langer Zaun schirmt nun den Ort komplett ab. Einwohner und andere zutrittsberechtigte Personen wie Hotelpersonal oder Zulieferer können über zwei Kontrollstellen nach Heiligendamm gelangen.

Dieser Personenkreis war in den vergangenen Wochen registriert und mit Sonderausweisen ausgestattet worden. Der Zaun wird einen Tag nach Ende des Gipfels wieder geöffnet. Die Bewohner der Region müssen nun teilweise erhebliche Umwege fahren.

Der 2,50 Meter hohe Zaun ist das deutlichste äußere Zeichen des Gipfels, er hatte nicht nur wegen der hohen Kosten von 12,5 Millionen Euro zu heftigen Diskussionen geführt. Zum Zaun - im Polizeijargon technische Sperre genannt - gehören ein 50 Zentimeter in die Tiefe reichender Unterkriechschutz und ein oben liegender Stacheldraht. Er ist mit Kameras und Bewegungsmeldern ausgerüstet.